Das deutschlandweit einzigartige Gerbereimuseum Enger
befindet sich am Originalschauplatz in der Historischen Gerberei Sasse. Über 250 Jahre, von 1740 an, stellte die Familie Sasse dort Leder her. Dies erfolgte zunächst in reiner Handarbeit und seit 1938 mit Hilfe von Maschinen und dem Chromgerbverfahren. Der bis zu zwei Jahre dauernde Arbeitsprozess verkürzte sich so auf drei Wochen. 1995 ging der letzte Gerber Heinrich Sasse in den Ruhestand und schloss den Betrieb. Der Förderverein Gerbereimuseum Enger e.V. richtete in der alten Werkstatt ein Museum ein, das über die Geschichte der Gerberei, die Lederherstellung, die Geschichte des Betriebes Sasse und die Bedeutung des Gerbergewerbes für die Stadt Enger informiert. Die Werkstatt und die Maschinen stehen zwar unter Schutz, dennoch ist es eine Ausstellung zum Anfassen, die mit einer historischen Geräuschkulisse untermalt wird.
Kontakt: Tel.: 05224-977970

Mit dem Fahrrad erreichen Sie das Gerbereimuseum in Enger auf den Tagestouren 4 „Landschaftstour zwischen Bünde und Enger“ und 6 „Enger, Spenge und das Hücker Moor“. Das Museum liegt nur 100 m vom Radweg entfernt, der auf der ehemaligen Kleinbahntrasse durch Enger verläuft. Die Naturtour 7 „Vom Widukindmuseum zum Enger Bruch“ startet am Kirchplatz von Enger, bevor es auf einem gut 22 km langen Kurs rund um Enger auch am Gerbereimuseum vorbei geht. Auch wenn Sie die BahnRadRoute Weser-Lippe oder den Soleweg auf dem Abschnitt der Kleinbahntrasse befahren, erreichen Sie das Museum. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Herford. Von dort aus führt der Soleweg Richtung Enger und erreicht nach ca. 10 km das Gerbereimuseum. Dabei radeln Sie ein gutes Stück auf der ehemaligen Kleinbahntrasse, wo einige Relikte und Nachbildungen aus der Zeit der Kleinbahnen zu besichtigen sind.

In der Museumshalle am ehemaligen Kleinbahnhof Enger informiert seit 2009 der Kleinbahnverein. Im Zentrum steht die Geschichte der Bielefelder Kreisbahn und der Herforder Kleinbahn. Beide Strecken wurden 1900 in Betrieb genommen und fuhren bis 1954 beziehungsweise 1966. Kleinbahnen kamen dort zum Einsatz, wo die Hauptbahn aus wirtschaftlichen Gründen oder aufgrund schwierigen Geländes nicht fahren konnte. Ausgestellt sind die Diesellok Köf Nr. 12 aus den 1940er Jahren und der Beiwagen Nr. 31 der Herforder Kleinbahn aus dem Jahr 1927. Weitere Ausstellungsstücke sollen folgen. Daneben wird anhand von Fotos, Zeitungsartikeln, Grafiken, Werkzeugen und Maschinen die Geschichte der Kleinbahnen dargestellt.

Zu einem Picknick während der Radtour lädt der Picknickplatz an der Liesbergmühle in Enger ein. Auf einer Anhöhe gelegen bietet er einen schönen Aussichtspunkt umgeben von dem Denkmalensemble der Windmühle, dem Motorhaus und dem Fachwerkkotten. Die Liesbergmühle, im Besitz der Stadt Enger, stellte 1960 ihren Betrieb ein. Errichtet wurde sie 1756 zur Zeiten von Friedrich dem Großem, um der umliegenden Bevölkerung mit Mehl zu versorgen. Die Gravierung „FR 1756“ an der Mühle zeugt noch von diesem Datum. Mehrmals im Jahr werden die so genannten Mühlentage veranstaltet. Die Mühle wird dann für Besucher geöffnet und auch das Mahlwerk wird in Betrieb genommen, um Korn zu Mehl zu mahlen. Seit der Renovierung 2001/2002 ist die Mühle wieder funktionstüchtig.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Stadt Enger www.enger.de

Wieso wird der Kreis Herford als Widukindkreis bezeichnet? Oder die Stadt Enger als Widukindstadt? Was steckt hinter dem schwarzen Pferd auf dem Kreiswappen? Antworten auf diese Fragen gibt das Widukindmuseum in Enger, in dessen Fokus der sächsische Adlige Widukind steht. Er war Anführer der Sachsen im Kampf gegen die Franken und die Christianisierung während der Sachsenkriege (772-785). Nachdem Widukind den Kampf gegen die Franken und ihren Anführer Karl den Großen aufgab, soll er auf einem schwarzen Ross zur (unvermeidlichen) Taufe geritten sein. Das Museum stellt den Mythos Widukind der folgenden Jahrhunderte dar und geht der Frage nach, ob der Sachse wirklich in der Stiftskirche Enger begraben liegt. Die Besucher können interaktiv ausprobieren, wie man DNA-Analysen erstellt. Das Museum bietet Führungen speziell für Kinder an, u.a. mit Aktionen wie Widukindschwerte backen oder Rundschilde bauen. Für die Erwachsenen werden zusätzlich Stadtführungen angeboten.
Weitere Informationen finden Sie unter www.widukind-museum-enger.de .

Mit dem Fahrrad erreichen Sie das Widukindmuseum in Enger auf den Tagestouren 4 „Landschaftstour zwischen Bünde und Enger“ und 6 „Enger, Spenge und das Hücker Moor“ (jeweils ca. 200 m vom Rundkurs entfernt). Die Naturtour 7 „Vom Widukindmuseum zum Enger Bruch“ startet am Kirchplatz von Enger direkt am Widukindmuseum, bevor es auf einem gut 22 km langen Kurs rund um Enger geht. Auch wenn Sie die BahnRadRoute Weser-Lippe oder den Soleweg auf dem Abschnitt der Kleinbahntrasse befahren, erreichen Sie das Museum. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Herford. Von dort aus führt der Soleweg Richtung Enger und erreicht nach ca. 10 km das Ortszentrum mit dem Widukindmuseum.


Erinnerung an die Befreiung von den napoleonischen Truppen
Hundert Jahre nach dem Abzug der Franzosen wollten die Bürger von Enger mit einem Denkmal an die Befreiung von den napoleonischen Truppen erinnern. Errichtet wurde es 1913, „auf historischem Boden des Elsternbusches“, wie es auf der Rückseite zu lesen steht. Der Sachsenherzog soll hier einen so genannten „Vogelherd“ (Fangplatz meist für Singvögel) unterhalten haben. Nach mittelalterlichem Verständnis soll ein Vogelherd im übertragenen Sinne für die Volksnähe des Herrschers stehen.
Der kleine Hügel wurde aus Findlingen aufgetürmt, die aus jedem der neun Ortsteile stammen. Noch heute weisen die eingravierten Ortsnamen darauf hin. Dort wo die Ortsteile Enger-Stadt, Pödinghausen und Oldinghausen zusammenstoßen, liegt das dreieckige Grundstück des Sattelmeiers Meier-Johann an der Seelbornstraße, auf dem das Denkmal am 8. November 1913 feierlich enthüllt wurde.
Adresse: Elsternbuschweg / Seelbornstraße, Enger
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